Hessen Tanzt 2023 in Frankfurt

Gute Platzierungen für den RWK e.V. auf dem weltgrößten Amateurtanzturnier!
Die 48. Ausgabe des weltgrößten Simultan-Tanzturniers ist beendet. Insgesamt 2174 Starts wurden von 1257 Teilnehmern aus 26 Ländern, die sich auf vier Kontinente verteilen, durchgeführt. Dabei kamen die Paare sogar aus Südafrika, den Phillipinen, Hong Kong und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Aus Deutschland waren selbstverständlich alle 16 Bundesländer vertreten. Insgesamt gab es 59 offene Turniere und 14 WDSF Turniere (10x WDSF Open, 2x WDSF International Open und 2x WDSF Rising Star). Dafür wurden 689 Musikstücke vom bewährten Musikteam Hessen gespielt, das damit bis zu acht Tanzflächen gleichzeitig beschallte.
Die Gesamtteilnehmerzahl hat sich gegenüber 2022 deutlich verbessert, wenn auch noch nicht ganz die Zahlen von vor der Corona-Pandemie erreicht wurden. Dafür gab es mit 157 Paaren mehr ausländische Teilnehmer als jemals zuvor. Hessen Tanzt wird also internationaler, ohne dabei die unteren Klassen aus den Augen zu verlieren.
Am Freitag wurden zum ersten Mal Turniere geschachtelt, um durch die vom Weltverband vorgeschriebenen Pausen nicht zu viel Zeit im Gesamtablauf zu verlieren. Bereits an diesem ersten Tag von Hessen Tanzt ließ Peter Beuth – Hessischer Minister des Innern und für Sport – es sich nicht nehmen, nicht nur die Schirmherrschaft für die Veranstaltung zu übernehmen, sondern diese auch selbst zu besuchen, um ein paar Worte an die anwesenden Tänzer und Besucher zu richten.
Der Rot-Weiss-Klub Kassel war mit zwölf Turniertanzpaaren an den drei Tagen in Mainhattan vertreten. Die meisten Paare hinter sich gelassen hat das Sonderklassenpaar Justin Elert und Nicole Menser, die auch im Kader des Hessischen Tanzsportverbandes sind. Justin und Nicole starteten auf dem Turnieren der WDSF (Weltdachverband des Tanzsports) und holten in den einzelnen Turnieren gute Platzierungen. In dem Turnier WDSF international Open in der Lateinsektion kamen sie bis in Achtelfinale und erreichten den 29. Platz in einem Starterfeld von mehr als 100 Paaren. Sie starteten auch in der Standarddisziplin und wurden dort 42. von 74 Paaren. Bereits am Freitag tanzten sie sich so richtig ein auf den WDSF Open Rising Stars Turnieren. Dort belegten sie im Standardbereich im Viertelfinale den 17. Platz von 36 Startern. Den Vogel schossen sie im internationalen Latein-Bereich ab: dort stießen sie bis ins Finale vor und belegten den 7. Platz von 41 Paaren. Dies war übrigens das einzige Paar aus Kassel, das sich für eine Endrunde Qualifiziert hatte.
Ein weiteres Paar wagte einen Start im internationalen Vergleich. Das Masters II –Paar Burkhard Wagener und Dr. Binja Rassner gingen bei dem WDSF OPEN Standard SEN II an den Start und kamen eine Runde weiter, wurden schließlich 57. Von 94 Paaren.
In den restlichen nationalen Turnieren gab es aber auch durchaus achtungsvollen Ergebnisse. In der Startklasse Hauptgruppe A-Standard (zweite Liga des Tanzsports) kamen das Paar Wladislaw Treichel und Anna Schächtel bis ins Semifinale auf den Anschlussplatz zur Endrunde. Die beiden wurden 7. von 29 Paaren. Ein weiteres Ausrufezeichen setze das Lateinpaar Jan Rading und Mirella Eckhardt, die beiden starteten in der Hauptgruppe B-Latein und stießen in einem Feld von 73 Paaren über die Vorrunde und drei Zwischenrunden bis ins Semifinale vor und belegten den 13. Platz. Achter von 52 Paaren wurden im Semifinale Tim Siebert und Kristina Lieder in der Hauptgruppe C-Standard. In der Lateinsektion der Hauptgruppe B kamen sie bis ins Viertelfinal und wurden 20. von 73 Paaren. Ebenfalls bis ins Semifinale in der Hauptgruppe der Altersklasse II kamen Christopher Buchloh-Rosenthal und Analena Koch. Sie wurden 9. von 21 Paaren.
Die Ergebnisse von allen Hessentanzt Turnieren findet man unter:
www.hessen-tanzt.de (Startliste und Ergebnisse)
Bericht von Harald Wenzel (Sportwart RWK Kassel e.V.)

