Kooperationsprojekt RWK – Staatstheater Kassel
Das ist der Titel des Schauspiels, bei dem der Rot-Weiss-Klub in nicht unerheblicher Weise auf der Bühne des Staatstheaters vertreten ist.
Es tanzt und schauspielert die extra für die Kooperation mit dem Staatstheater gegründete “Aktionsgruppe Hebamme” des Rot-Weiss-Klub Kassel e.V.. Die Gruppe besteht aus einem bisher noch nicht dagewesenen Zusammenschluss aus verschiedenen Bereichen des RWK, nämlich Formations- und Turniertänzer der Leistungsbereiche Standard und Latein und Tänzern des Breitensportbereichs.
Wir sind selbst sehr gespannt, was dabei heraus kommt…
ZUM INHALT:
Vetternwirtschaft und soziale Benachteiligung in einer nordhessischen Stadt spielen in Rolf Hochhuths Komödie von 1971 die Hauptrollen. Den Stoff für seine Satire lieferte damals ein kommunaler Skandal in Kassel. Es ging um das „Lettenlager“ in Bettenhausen, in dem die Bewohner:innen unter menschenunwürdigen Bedingungen hausten, so dass selbst in Kanada Spenden gesammelt wurden. Die Uraufführung des Stücks u.a. in Kassel sorgte dann tatsächlich für die Beseitigung eben dieses Missstandes.
Wohnungsnot und Inflation, Flucht und Vertreibung, Krieg und Nachkriegszeit, all das sind wieder aktuelle Themen geworden.
51 Jahre nach der Uraufführung zeigt das Stück die Hebamme Sophie als Parteimitglied der CDU, Vorsitzende des Sozialausschusses in ihrem unbeirrbaren Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Sie hat sich geschworen, bis zu ihrer Pensionierung die Barackensiedlung in ihrer Stadt zu beseitigen. Sie spürt die Ohnmacht, zu der jede:r in einem Panoptikum kommunaler Demokratie verdammt ist, und entschließt sich zur Illegalität. Die Papiere einer längst Verstorbenen sind Sophie dabei äußerst hilfreich …
Tom Kühnel inszeniert u. a. am Deutschen Theater Berlin und dem Staatsschauspiel Dresden. Zusammen mit der Münchener Musikerin und Performance-Künstlerin Pollyester und unterschiedlichsten Vereinen der Stadt wird Kassel ordentlich was zu lachen haben, denn das Leben ist doch eine riesengroße Show!


